Sicherheit: Der neue smart fortwo ist noch sicherer

09.11.2006
Stuttgart
Karosserie
Der smart fortwo zählte von Beginn an zu denjenigen Autos, deren Design ein jeder mit hoher Sicherheit assoziiert. Ebenso gilt er als Trendsetter bei der Sicherheitsentwicklung von Kleinwagen. Beim neuen ist dies nicht anders. Der smart fortwo wurde aufwändigen Tests unterzogen, damit er den strengen Standards der Mercedes Car Group entspricht.
Dazu zählen nicht nur die Vorgaben von EuroNCAP, sondern auch die davon teilweise abweichenden amerikanischen. Bestehen musste der kurze Zweisitzer unter anderem sowohl Front- und Seitenaufprall, als auch den Überschlagstest und den Heck-Crash (80 km/h).
Nach dem Prinzip einer harten Nussschale schützt die tridion Sicherheitszelle ihre Insassen. Der Metallkörper ist an strategisch wichtigen Stellen zusätzlich mit hochfestem Stahl verstärkt. Der Anteil beträgt über 50 Prozent.
Längs- und Querträger der tridion Sicherheitszelle aktivieren die Knautschzone des Unfallgegners und verteilen die Aufprallenergie gleichmäßig auf die Karosserie. Zusätzlich übernehmen die Räder bei der Kollision die Funktion von Knautschzonen. So stützen sich die Vorderräder gezielt am Längsträger ab.
esp
Nach dem Gurt steht das esp als Lebensretter auf Platz Zwei – nicht, wie vielfach gedacht, der Airbag. Studien der Deutschen Versicherer haben ergeben, dass ein Viertel aller Pkw-Unfälle mit Personenschaden und 40 Prozent mit Getöteten durch esp positiv beeinflussbar wären.
Heißt: Pro Jahr könnten 37.000 Unfälle mit Verletzten und 1.100 mit Getöteten in Deutschland vermieden oder zumindest in ihren Folgen gemindert werden. Doch nur 58 Prozent der in Deutschland erhältlichen Modelle verfügen serienmäßig über esp. Für jedes fünfte Modell gibt es das Fahrdynamikregelungssystem nicht einmal gegen Aufpreis.
Anders beim smart fortwo: Auch das neue Modell bietet esp serienmäßig und hat damit, was andere Hersteller in diesem Segment – wenn überhaupt – nur gegen Aufpreis bieten.
esp greift innerhalb von Millisekunden ein, falls das Auto zu schlingern droht. Die Elektronik bremst dann gezielt einzelne Räder ab und nimmt die Motorleistung zurück. Integriert ins esp ist ein Anfahrassistent. Er sorgt dafür, dass der smart beim Anfahren an Steigungen nicht zurückrollt.
Der integrierte hydraulische Bremsassistent gehört ebenfalls zum Serienumfang und löst automatisch eine Vollbremsung aus, sobald die Elektronik registriert, dass der Fahrer zwar schnell, aber nicht fest genug ins Pedal tritt. Dies kann den Bremsweg erheblich verkürzen.
abs
Das Antiblockiersystem verhindert bei einer Vollbremsung das Blockieren der Räder. Dadurch verkürzt sich der Bremsweg und der smart bleibt auch in dieser Notsituation lenkfähig. abs ist als Bestandteil des esp für alle Versionen des smart fortwo werksseitig an Bord und beinhaltet außerdem eine elektronische Bremskraftverteilung.
Fußgängerschutz
Auch dem Fußgängerschutz wurden die Ingenieure gerecht. Der Vorderwagen wuchs um 72 Millimeter. Die Aufprallzone der Front ist etwas steiler und einige Zentimeter höher als beim Vorgängermodell.
Die Achsen der gegenläufigen Scheibenwischer mit weichen Aeroblättern (einmalig im Kleinwagensegment) sind versenkt angeordnet. Das Service-Panel (Fronthaube) besteht aus elastischem Kunststoff. Der Frontspoiler ist auf Höhe der Aufprallebenen fünf Zentimeter dick hinterschäumt.
Eine besondere Bedeutung kommt dem Scheinwerfergehäuse zu. Da sich dessen oberer Teil in der potenziellen Kopfaufschlagszone befindet und im Bereich des Vorderwagens kein Platz für eine räumliche Verlagerung des Moduls vorhanden ist, haben die Entwickler Bruchstellen vorgesehen, die das Bauteil bei einem entsprechenden Aufprall kollabieren lassen.
Seitenschutz
Wer rund 200 Millimeter höher sitzt als in einem vergleichbaren Kleinwagen, ist auch in brenzligen Situationen in der Regel besser geschützt. Dank Sandwich-Bauweise der tridion Sicherheitszelle befinden sich die Insassen bei einem Seitencrash in den meisten Fällen etwas oberhalb der direkten Aufprallzone.
Die Räder am smart übernehmen auch hier eine Sicherheitsfunktion. Kommt der andere Verkehrsteilnehmer von der Seite, ist die Kompaktheit des fortwo von großem Vorteil. Dank des relativ kurzen Radstandes von 1867 Millimetern trifft der Unfallgegner fast immer eine Achse, die entsprechend Aufprallenergie übernehmen kann.
Alle Innenraumverkleidungen sind auf die Vermeidung von Verletzungen (selbst von potenziell unangegurteten) Insassen hin optimiert. So wurden etwa die Dachseitenholme noch schlanker gestaltet, um für mehr Kopffreiheit zu sorgen. Sehr viel mehr Schutz für Knie und Unterschenkel bietet der weich hinterschäumte untere Armaturenträger (Kneepad).
Aufgrund weiter gesteigerter Crash-Anforderungen und den zusätzlichen US-Bestimmungen besteht die Türstruktur des neuen smart fortwo jetzt aus Stahl, statt wie bisher aus Aluminium. Dabei sind die Türen für coupé und cabrioidentisch. An wichtigen Stellen wurden hochfeste Bleche eingeschweißt. In der Summe sind die Türen um 2,5 Kilo schwerer als die des Vorgängers.
EuroNCAP
Interne Crashtests ergaben: Der smart fortwo wurde so gebaut, dass er bei EuroNCAP vier Sternen erreichen kann. Darüber hinaus wurden alle amerikanischen Crash-Gesetze erfüllt.
Airbags
Jeder smart verfügt serienmäßig über einen Fullsize-Airbag für Fahrer und Beifahrer. Der Beifahrerairbag (Volumen: 130 Liter) ist nun oben auf der Instrumententafel untergebracht, um so auch Insassen abzufangen, die nicht perfekt in Position oder gar unangeschnallt im Auto sitzen.
Wenn ein Kindersitz mittels Isofix-Befestiung (optional) montiert wurde, kann der Beifahrerairbag über den Zündschlüssel deaktiviert werden. Das Schloss sitzt rechts an der Flanke der Instrumententafel. Eine rote Leuchte oben am Dachrahmen neben der Innenleuchte warnt, so lange der Airbag deaktiviert ist.
Als Sonderausstattung gibt es neuartige, so genannte Head-Thorax-Seitenairbags, die in den Flanken der Sitzlehnen untergebracht sind. Sie schützen sowohl den Oberkörper als auch den Kopf.
Gurte
Gurtstraffer und Gurtkraftbegrenzer gehören zur Grundausstattung des smart. Bei einem Frontalaufprall reduziert der Gurtstraffer ab einer bestimmten Stärke und innerhalb weniger Millisekunden eventuell vorhandenes Gurtspiel (Gurtlose). Bevor der Druck auf den Oberkörper zu groß wird, gibt der Gurtkraftbegrenzer dosiert Gurtweg frei, lässt so die Insassen optimal an der Verzögerung teilnehmen.
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