Preisgeld für Schüler-Ingenieur-Akademie: Daimler-Projektteam spendet 10.000 Euro an Schüler-Ingenieur-Akademie SIA

21.07.2008
Ulm/Stuttgart
  • Scheckübergabe bei Abschlussgala
Ulm/ Stuttgart - Das RobScan-Projektteam der Daimler AG spendet 10.000 Euro an die Schüler-Ingenieur-Akademie SIA in Ulm. Die SIA ist Teil der Ausbildungs- und Qualifizierungsinitiative START 2000 Plus des Verbandes der Metall- und Elektroindustrie Baden-Württemberg e.V. Südwestmetall. Dr. Klaus-Dieter Debschütz und Holger Schubert von der Daimler AG überreichten den Scheck im Rahmen der Abschlussveranstaltung der SIA in Ulm an Stefan Küpper, Geschäftsführer Bildungspolitik von Südwestmetall. Das Team RobScan der Daimler AG hat das Preisgeld in Höhe von 10.000 Euro als Träger des Innovationspreises für Laser Technologie des Arbeitskreises Lasertechnik e.V. und des Europäischen Laserinstituts ELI 2008 erhalten.
„Es war unser Ziel, die Summe, die wir als Anerkennung für unser innovatives Schweißverfahren RobScan erhalten haben, für die Ausbildung und Qualifizierung junger Menschen zur Verfügung zu stellen“, sagte Klaus Debschütz, Bereich Business Innovation der Daimler AG, anlässlich der Preisübergabe. „Wir freuen uns, mit der Schüler-Ingenieur-Akademie ein Projekt gefunden zu haben, das Schüler für Technik begeistern möchte und das Interesse an einem Ingenieursstudium unterstützt.“
„Wir wollen die Zusammenarbeit mit Unternehmen und Hochschulen im Rahmen der Förderung einer praxisorientierten Schulausbildung stärken“, sagte Stefan Küpper. „ Die Spende der Daimler AG ist dabei eine große Bestätigung unserer Arbeit und motiviert uns, die Förderung des Ingenieurnachwuchses weiter zu intensivieren.“ Mit dem Preisgeld in Höhe von 10.000 Euro soll ein neues SIA-Projekt gefördert werden: SIA-Schüler treffen mit Schülern aus weiteren europäischen Ländern zusammen, um gemeinsam in einem fünftägigen englischsprachigen Intensiv-Workshop die Welt der Nanowissenschaften kennen zu lernen. Mit „Young Europe to Nanoscience“ beschreitet die SIA einen neuen Weg zur gleichzeitigen Förderung technischer und interkultureller Kompetenzen.
Die Schüler-Ingenieur-Akademie Ulm feiert in diesem Jahr ihr fünfjähriges Bestehen. Ihre Kooperationspartner, die Gymnasien Albert-Einstein, Hans und Sophie Scholl und St. Hildegard sowie die Firmen Daimler AG, EADS Deutschland GmbH, EvoBus GmbH, Gardena Manufacturing AG, Wieland-Werke AG und die Hochschule und Universität Ulm bieten den Schülern jedes Jahr ein vielseitiges Programm. In diesem Jahr sammelten die Schüler praktische Erfahrungen in der Metallbearbeitung und der Elektronik beim Bau einer computergesteuerten Ampelanlage. Darüber hinaus programmierten sie Roboter und beschäftigten sich in verschiedenen Workshops mit aktuellen Fragestellungen aus der Wirtschaft. Die Vielseitigkeit des Ingenieurberufs lernten die Schüler in Gesprächen mit Ingenieuren an ihrem Arbeitsplatz kennen. Abgerundet wurde das Programm durch einen Einblick in betriebswirtschaftliche Zusammenhänge und dem Training von Softskills. Zwanzig Schüler nahmen bei der Abschlussveranstaltung das Zertifikat über ihre erfolgreiche Teilnahme entgegen.
Das Team RobScan der Daimler AG hat das Preisgeld als Träger des Innovationspreises für Laser Technologie des Arbeitskreises Lasertechnik e.V. und des Europäischen Laserinstituts ELI 2008 erhalten. Die Jury honorierte damit das robotergeführte Laserschweißverfahren RobScan, das die Konzernforschung und die Produktionsplanung von Mercedes-Benz Cars gemeinsam entwickelt haben. Die Anwendung von RobScan steigert die Schweißgeschwindigkeit und gleichzeitig die Qualität der Schweißnähte. Zudem wird durch den Einsatz der RobScan-Technologie Gewicht eingespart und eine noch bessere Crash-Performance erzielt. RobScan ist in der Großserienproduktion der Mercedes-Benz C-Klasse im Einsatz.
Die Schüler-Ingenieur-Akademie SIA ist ein Kooperationsmodell von Schulen, Hochschulen und Unternehmen zum interdisziplinären Austausch. SIA fördert speziell naturwissenschaftlich und technisch interessierte Gymnasiasten und eröffnet damit Schülern Perspektiven für eine berufliche Zukunft im Bereich der Ingenieurwissenschaften.
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