Investition von rund 500 Millionen Euro: Mercedes-Benz baut neues Motorenwerk im polnischen Jawor

Investition von rund 500 Millionen Euro: Mercedes-Benz baut neues Motorenwerk im polnischen Jawor

19.06.2017
Stuttgart / Jawor
  • Offizieller Baustart für den ersten polnischen Produktionsstandort von Mercedes-Benz Cars im Beisein von Polens stellvertretendem Ministerpräsidenten und Minister für wirtschaftliche Entwicklung, Mateusz Morawiecki
  • Maßstäbe im Bereich Industrie 4.0 und Green Production
  • Markus Schäfer, Mitglied des Bereichsvorstands Mercedes-Benz Cars, Produktion und Supply Chain: „Das neue Motorenwerk in Polen ist ein wichtiger Teil der Wachstumsstrategie von Mercedes-Benz Cars. Mit dem neuen Standort in Jawor stellen wir die effiziente Belieferung unserer Fahrzeugwerke mit hocheffizienten Motoren sicher.“

Stuttgart / Jawor – Mercedes-Benz hat mit der offiziellen Grundsteinlegung im polnischen Jawor den Bau eines neuen Motorenwerks begonnen, das durch modernste Fertigungsmethoden und innovative Industrie 4.0 Technologien den Maßstab in der weltweiten Powertrain-Produktion setzen wird. „Das neue Motorenwerk in Polen ist ein wichtiger Teil der Wachstumsstrategie von Mercedes-Benz Cars. Mit dem neuen Standort in Jawor stellen wir die effiziente Belieferung unserer Fahrzeugwerke mit hocheffizienten Motoren sicher“, so Markus Schäfer, Mitglied des Bereichsvorstands Mercedes-Benz Cars, Produktion und Supply Chain. „Wir richten unser globales Produktionsnetzwerk auf die Zukunft aus und zeigen, dass wir beides können, Sprint und Marathon: Aufgrund der weltweit hohen Nachfrage produzieren wir in den nächsten Jahren konventionelle Motoren für Hybridfahrzeuge und Verbrenner in steigender Stückzahl und in bewährter Mercedes-Benz Top Qualität, gleichzeitig machen wir unser Produktionsnetzwerk langfristig fit für die Elektromobilität.“

Der neue Standort in Jawor, der auf einer Fläche von rund 50 Hektar entsteht, ist das erste Werk von Mercedes-Benz in Polen. Daimler investiert in den neuen Produktionsstandort von Vierzylindermotoren für Mercedes-Benz Pkw rund 500 Millionen Euro; dadurch werden rund 500 Arbeitsplätze entstehen.

An der offiziellen Grundsteinlegung auf dem künftigen Werksgelände nahmen auch Mateusz Morawiecki, Polens stellvertretender Ministerpräsident und Minister für wirtschaftliche Entwicklung und Finanzen, Elżbieta Witek, Ministerin in der Staatskanzlei, Tadeusz Kościński, Unterstaatssekretär im Entwicklungsministerium, Rolf Nikel, Botschafter der Bundesrepublik Deutschland in Polen, Frank Deiß, Leiter Produktion Powertrain Mercedes-Benz Cars und Standortverantwortlicher Mercedes-Benz Werk Untertürkheim, Rainer Ruess, Leiter Produktionsplanung Mercedes-Benz Cars, und Dr. Andreas Schenkel, CEO Mercedes-Benz Manufacturing Poland, neben weiteren Gästen aus Politik und Wirtschaft teil.

„Wir heißen unsere polnischen Kollegen im globalen Powertrain-Produktionsverbund willkommen und freuen uns auf eine enge Zusammenarbeit“, so Frank Deiß. „Alle unsere Standorte sind eng verzahnt und profitieren vom gegenseitigen Knowhow-Transfer. So stellen wir die bewährte Mercedes-Benz Qualität sicher.“ Die Qualifizierung der polnischen Mitarbeiter soll im Lead-Werk Untertürkheim sowie im thüringischen Kölleda stattfinden. Außerdem soll es Vor-Ort-Einsätze von Mitarbeitern aus Deutschland geben, die als Multiplikatoren ihr Knowhow an die polnischen Kollegen weitergeben. Zum Qualifizierungskonzept des neuen Motorenwerks soll außerdem eine enge Zusammenarbeit mit lokalen polnischen Berufsschulen gehören.

Mateusz Morawiecki betonte: „Polen setzt auf ausländische Investoren, die unser Wirtschaftssystem mit Hightech-Lösungen stärken. Es ist eine sehr gute Nachricht für uns alle, dass Polen ein strategischer Investitionsstandort für ein Unternehmen wie Daimler ist. Die Investition eröffnet ganz neue Geschäftsperspektiven für zahlreiche – vor allem regionale – Zulieferer und beinhaltet auch eine offene Zusammenarbeit mit Hochschulen und beruflichen Ausbildungsstätten. Polen wird zum europäischen Spitzenreiter in puncto Innovation und Greenfield-Investitionen und verwirklicht damit eines der Ziele der Strategie für nachhaltige Entwicklung.“

Maßstäbe im Bereich Industrie 4.0 und Green Production

Das Motorenwerk in Jawor soll neueste Branchenstandards mit Industrie 4.0 verbinden und als Benchmark in der Motorenproduktion gelten. Geplant ist neben modernsten Anlagen und Technologien die Nutzung von Digitalisierungspotentialen, beispielsweise bei App-basierten Anwendungen im Personalbereich und im Energiemanagement. Durch agile Produktionssysteme soll eine flexible Produktion ermöglicht werden, sodass verschiedene Motorvarianten auf derselben Linie produziert werden können. „Wir haben hier in Jawor die Möglichkeit, ein neues Werk für moderne und hocheffiziente Motoren nach fortschrittlichen Standards und nach unseren spezifischen Anforderungen zu bauen“, so Dr. Andreas Schenkel. „In der Zusammenarbeit mit unseren polnischen Partnern aus Politik und Wirtschaft haben wir sehr gute Erfahrungen gemacht und freuen uns auf die weitere gute Zusammenarbeit hier in Jawor.“

Der Standort Jawor soll außerdem Maßstäbe im Bereich der ressourcenschonenden Produktion setzen: gemeinsam mit Energieversorgern und lokalen Behörden werden Lösungen für eine CO2-neutrale Motorenproduktion, beispielsweise durch Nutzung von Windkraft, Solarstrom oder Biogas- Anwendungen, erarbeitet.

„Deutschland ist einer der wichtigsten Wirtschaftspartner Polens. Die Errichtung des Motorenwerks wird entscheidend zur Steigerung der Attraktivität des Standorts Niederschlesien beitragen. Die hohen Ausfuhrraten sowie die Expansion des Mercedes-Benz Werks werden sich sicherlich in der Entwicklung der inländischen Wirtschaft widerspiegeln“, so Tadeusz Kościński.

Im Jahr 2019 soll die Motorenproduktion am neuen Standort in Betrieb gehen.

Über den Powertrain-Produktionsverbund von Mercedes-Benz Cars

Der Powertrain-Produktionsverbund von Mercedes-Benz Cars besteht aus mehreren deutschen und internationalen Standorten, die vom Lead-Werk Untertürkheim gesteuert werden. In Untertürkheim werden Motoren, Getriebe, Achsen und zugehörige Komponenten gefertigt. Der Schwerpunkt des Mercedes-Benz Werks Berlin liegt in der Entwicklung und Produktion von hochmodernen Komponenten und Teilen sowie in der Motorenproduktion. Das Mercedes-Benz Werk Hamburg entwickelt und produziert Achsen und Achskomponenten, Lenksäulen sowie Komponenten der Abgastechnologie und Leichtbaustrukturteile. Die Motorenfabrik MDC Power im thüringischen Kölleda ist eine hundertprozentige Tochter der Daimler AG und produziert Vierzylindermotoren für Fahrzeuge von Mercedes-Benz und Mercedes-AMG. International stehen weitere Kapazitäten für die Aggregateproduktion zur Verfügung. Dazu gehört die rumänische Daimler-Tochter Star Transmission für die Montage von Getrieben und die Fertigung von Komponenten und Teilen. In Peking/China werden im Rahmen des Joint Ventures BBAC Motoren für den lokalen Bedarf produziert. Als Teil der strategischen Kooperation zwischen Daimler und der Renault/Nissan Allianz baut Infiniti im US-Werk Decherd/Tennessee Vierzylinder-Benzinmotoren für Mercedes-Benz.

Über Mercedes-Benz Cars Operations

Mercedes-Benz Cars Operations verantwortet die Pkw-Produktion an weltweit 29 Standorten innerhalb eines flexiblen und effizienten Produktionsnetzwerks mit rund 78.000 Beschäftigten. Dazu gehören die zentralen Funktionen Produktionsplanung, Technologiefabrik, Logistik und Qualitätsmanagement. Im vergangenen Jahr hat Mercedes-Benz Cars mehr als zwei Millionen Pkw der Marken Mercedes-Benz und smart produziert und damit den sechsten Rekord in Folge eingefahren. Das Netzwerk orientiert sich an den Produktarchitekturen Frontantrieb (Kompaktwagen) und Heckantrieb (zum Beispiel S-, E- und C-Klasse) sowie den SUV- und Sportwagenarchitekturen. Dazu kommt ein Produktionsverbund für den Powertrain (Motoren, Getriebe, Achsen, Komponenten). Im Mittelpunkt eines jeden Architektur-Produktionsverbunds steht ein Lead-Werk, das als Kompetenzzentrum für Neuanläufe, Technologie und zur Qualitätssicherung dient. In der täglichen Arbeit liegt der Fokus auf der kontinuierlichen Verbesserung sowie der Weiterentwicklung von modernen Fertigungsverfahren, die eine effiziente, flexible und umweltfreundliche Produktion künftiger Hightech-Fahrzeuge in typischer Mercedes-Benz Qualität ermöglichen. Im Mittelpunkt stehen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit ihrem Know-how, deren Arbeit durch eine gezielte ergonomische Gestaltung des Arbeitsplatzes sowie durch eine intelligente Automatisierung unterstützt wird. Neben eigenen Produktionswerken setzt Mercedes-Benz im Rahmen des Wachstumskurses verstärkt auf Kooperationen.

Mercedes-Benz baut neues Motorenwerk im polnischen Jawor.
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Neues Motorenwerk von Mercedes-Benz Cars: Rainer Ruess, Leiter Produktionsplanung Mercedes-Benz Cars, Elżbieta Witek, Ministerin in der Staatskanzlei, Dr. Andreas Schenkel, CEO Mercedes-Benz Manufacturing Poland, Markus Schäfer, Mitglied des Bereichsvorstands Mercedes-Benz Cars, Produktion und Supply Chain, Mateusz Morawiecki, Polens stellvertretender Ministerpräsident und Minister für wirtschaftliche Entwicklung und Finanzen, Rolf Nikel, Botschafter der Bundesrepublik Deutschland in Polen, und Frank Deiß, Leiter Produktion Powertrain Mercedes-Benz Cars und Standortverantwortlicher Mercedes-Benz Werk Untertürkheim, während der Grundsteinlegung im polnischen Jawor.
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Neues Motorenwerk von Mercedes-Benz Cars: Rainer Ruess, Leiter Produktionsplanung Mercedes-Benz Cars, Elżbieta Witek, Ministerin in der Staatskanzlei, Dr. Andreas Schenkel, CEO Mercedes-Benz Manufacturing Poland, Markus Schäfer, Mitglied des Bereichsvorstands Mercedes-Benz Cars, Produktion und Supply Chain, Mateusz Morawiecki, Polens stellvertretender Ministerpräsident und Minister für wirtschaftliche Entwicklung und Finanzen, Rolf Nikel, Botschafter der Bundesrepublik Deutschland in Polen, und Frank Deiß, Leiter Produktion Powertrain Mercedes-Benz Cars und Standortverantwortlicher Mercedes-Benz Werk Untertürkheim, während der Grundsteinlegung im polnischen Jawor.
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