Intelligent Drive: Fahrassistenzsysteme der nächsten Generation

10.03.2017
Stuttgart

Mit fortschrittlichsten Assistenz- und Sicherheitssystemen bietet Mercedes Benz mehr Sicherheit, Komfort und Fahrerentlastung in neuen Dimensionen.

Serienmäßig an Bord ist der Aktive Brems-Assistent. Er kann den Fahrer vor drohenden Kollisionen warnen, ihn bei Notbremsungen optimal unterstützen und notfalls auch autonom bremsen. Außer langsamer fahrenden, anhaltenden oder stehenden Fahrzeugen kann er zum Beispiel auch querende Fußgänger im Gefahrenbereich vor dem Fahrzeug erkennen. Ebenfalls serienmäßig sind der ATTENTION ASSIST mit einstellbarer Empfindlichkeit, der vor Unaufmerksamkeit und Müdigkeit warnen kann, sowie ein Seitenwind-Assistent. Er unterstützt den Fahrer, indem er den durch starke Seitenwindböen verursachten Spurversatz des Fahrzeugs deutlich reduzieren kann.

Zu den Highlights des optionalen Fahrassistenz-Pakets zählen unter anderem:

Der Abstands-Pilot DISTRONIC mit Lenk-Pilot kann auf allen Straßentypen nicht nur automatisch den korrekten Abstand zu vorausfahrenden Fahrzeugen halten, sondern ihnen auch erstmals im Geschwindigkeitsbereich bis 210 km/h folgen. Dadurch kann der Fahrer entlastet werden, denn im normalen Fahrbetrieb muss er nicht durch Bremsen oder Gas geben eingreifen, zudem wird er durch den Lenk-Pilot beim Lenken deutlich unterstützt – sogar in moderaten Kurven. Ebenfalls einzigartig: Bis 130 km/h kann das System auch bei nicht eindeutiger Spurmarkierung, zum Beispiel in Baustellen, oder sogar ohne Linien weiterhin aktiv mitlenken, da es sich wie in einem Schwarm an umgebenden Fahrzeugen und Parallelstrukturen orientieren kann. Damit entlastet und unterstützt das System den Fahrer vor allem im Kolonnen- und Stauverkehr wirkungsvoll. Auch die erweiterte Wiederanfahrfunktion trägt wesentlich zur Entlastung des Fahrers, da sie auf Autobahnen und autobahnähnlichen Straßen nach einem Stopp durch die Abstandsregelung DISTRONIC den automatischen Fahrzeugstart innerhalb 30 Sekunden ermöglicht. Da das Frontradar in der neuesten Generation beheizt ist, steigt außerdem die Verfügbarkeit der Abstandsregelung DISTRONIC, insbesondere bei winterlichen Bedingungen.

Weitere stressvermeidende Neuerung: In Verbindung mit COMAND Online kann die zuschaltbare Teilfunktion Geschwindigkeitslimit-Pilot über Kamera erkannte Geschwindigkeitsbeschränkungen, auch Schilderbrücken und Baustellen-beschilderungen, oder über Navigation bekannte Limits, zum Beispiel 50 km/h innerorts oder 100 km/h auf Landstraßen, über die Abstandsregelung DISTRONIC selbstständig einregeln.

Zu den beeindruckenden Innovationen bei den Assistenzsystemen zählt ein Aktiver Spurwechsel-Assistent. Der radar- und kamerabasierte Assistent unterstützt den Fahrer beim Spurwechsel auf autobahnähnlichen mehrspurigen Straßen und kann die Limousine auf die vom Fahrer ausgewählte Spur steuern – etwa zum Überholen. Sobald der Fahrer den Blinker für mindestens zwei Sekunden setzt, unterstützt der Aktive Spurwechsel-Assistent den Fahrer aktiv beim Lenken auf die Nachbarspur, wenn diese als frei erkannt wurde.

Der Aktive Nothalt-Assistent kann das Fahrzeug in der eigenen Spur bis zum Stillstand abbremsen, wenn er erkennt, dass der Fahrer während der Fahrt dauerhaft nicht mehr in das Fahrgeschehen eingreift. Erfolgt bei aktiviertem Lenk-Piloten über eine längere Zeit keine Bedienaktivität am Lenkrad, fordert das System den Fahrer optisch und akustisch auf, die Hände an das Lenkrad zu nehmen. Reagiert der Fahrer auch nach mehrmaliger Warnung nicht mit Lenken, Gas geben, Bremsen oder über die Bedienung eines Touch Control Buttons, verzögert der Wagen, wo immer technisch möglich, in der Spur sicher bis zum Stillstand und warnt dabei bei Geschwindigkeiten unter 60 km/h den nachfolgenden Verkehr mittels Warnblinker.    

Aktiver Brems-Assistent mit Kreuzungsfunktion: Er bietet gegenüber der Serienausführung erweiterte Geschwindigkeitsschwellen bezüglich Fahrzeugen und Fußgängern. Außerdem kann er Querverkehr, der sich mit maximal der halben Eigengeschwindigkeit bewegt, in Kreuzungssituationen erkennen und bei ausbleibender Fahrerreaktion autonom bremsen. Außerdem kann der Assistent jetzt auch Gefahrsituationen an Stau-Enden ohne Ausweichmöglichkeit erkennen und in solchen Situationen deutlich früher autonom bremsen. Dadurch können Unfälle bei Geschwindigkeiten bis hin zu 100 km/h komplett vermieden bzw. bei höherer Geschwindigkeit die Unfallschwere deutlich reduziert werden.

Ausweich-Lenk-Assistent: Eine sinnvolle Ergänzung zur Fußgängererkennung des Aktiven Brems-Assistenten bietet der Ausweich-Lenk-Assistent. Initiiert der Fahrer in einer Gefahrensituation bewusst oder instinktiv einen Ausweichvorgang, kann die Funktion der Lenkung genau berechnete zusätzliche Lenkmomente aufprägen. Diese helfen dem Fahrer, dem Fußgänger kontrolliert auszuweichen und erleichtern anschließend das Geradstellen des Fahrzeugs, um so sicher vorbeifahren zu können.

Weiterentwickelte Assistenzsysteme: Zu den intelligenten Assistenzsystemen im neuen Fahrassistenzpaket gehören auch bewährte, in ihrer Funktionsweise und Sensorik weiterentwickelte Systeme. Der Aktive Spurhalte-Assistent kann durch einseitige Bremseingriffe dazu beitragen, unbeabsichtigtem Verlassen einer Fahrspur entgegenzuwirken. Die Bremseingriffe erfolgen immer bei einem unbeabsichtigten Überfahren durchgezogener Linien. Bei unterbrochenen Linien erfolgen sie nur dann, wenn die Radarsensorik auf der Nachbarspur eine Kollisionsgefahr registriert, zum Beispiel durch Gegenverkehr, überholende Fahrzeuge oder Parallelverkehr. Der Aktive Totwinkel-Assistent kann jetzt auch im typischen Stadtverkehr bei niedrigen Geschwindigkeiten vor seitlichen Kollisionen warnen und zusätzlich oberhalb 30 km/h wie bisher im letzten Moment bei seitlicher Kollisionsgefahr spurkorrigierend eingreifen und die PRE-SAFE® Gurtstraffer aktivieren. PRE-SAFE® PLUS als Bestandteil des Fahrassistenz-Paketes kann ein nachfolgendes Fahrzeug durch Aktivieren des Warnblinkers in hoher Frequenz vor einem drohenden Auffahrunfall warnen. Darüber hinaus können die Insassen vorsorglich durch Straffen PRE-SAFE® Gurte im Sitz fixiert werden. Befindet sich das eigene Fahrzeug im Stillstand, kann es automatisch festgebremst werden. Außerdem wurde die Funktionalität des Verkehrszeichen-Assistenten um eine Falschfahr-Warnfunktion erweitert.

Weiterhin wird die Palette der Neuheiten im neuen E-Klasse Coupé ergänzt durch:

Remote Park-Pilot: Ebenfalls neu beim E-Klasse Coupé ist die Möglichkeit, das Fahrzeug von außen via Smartphone-App in Garagen und Parklücken ein- und auszuparken, was selbst bei sehr engen Parklücken ein komfortables Aus- und Einsteigen ermöglicht.

Car-to-X-Kommunikation: 2013 hat Mercedes-Benz als erster Hersteller die Car‑to-Car Vernetzung von Fahrzeugen über eine Nachrüstlösung in Serie gebracht. Mit der neuen E-Klasse folgte der konsequente nächste Schritt, indem die weltweit erste vollintegrierte Car-to-X-Lösung in Serie ging. Als Mitglied der E-Klasse Familie profitiert nun auch das E-Klasse Coupé von dieser zukunftsweisenden Kommunikationstechnologie. Der mobilfunkgestützte Informationsaustausch mit anderen, beispielsweise vorausfahrenden, Fahrzeugen kann weit im Voraus sinngemäß „einen Blick um die Ecke oder durch Hindernisse hindurch“ ermöglichen. So kann der Fahrer frühzeitiger als bisher vor drohenden Gefahren, beispielsweise einem Pannenfahrzeug am Straßenrand, aber z. B. auch Starkregen oder Straßenglätte, gewarnt werden. Dabei dient das neue E-Klasse Coupé gleichzeitig als Empfänger und Sender, da Warnmeldungen automatisch durch Auswertung von Fahrzeugzuständen oder manuell vom Fahrer in die Mercedes Cloud übermittelt werden. Die Car-to-X-Warnhinweise werden direkt auf der Navigationskarte angezeigt. Zudem werden manche Warnungen rechtzeitig auch per Sprachausgabe an den Fahrer übermittelt, was insbesondere bei unübersichtlichen Straßenverläufen Nutzen bringt.

PRE-SAFE® Sound: Das System beruht auf einem menschlichen Reflex im Innenohr, dem sogenannten Stapediusreflex. PRE-SAFE® Sound lässt bei erkannter Kollisionsgefahr über die Soundanlage im Fahrzeug ein kurzes Rauschsignal ertönen. Dieses kann den natürlichen Reflex auslösen und somit das Gehör der Insassen auf das zu erwartende Unfallgeräusch vorbereiten, um dessen Belastung zu reduzieren.

Hochauflösende MULTIBEAM LED-Scheinwerfer mit je 84 einzeln angesteuerten Hochleistungs-LED pro Scheinwerfer leuchten die Fahrbahn automatisch und mit bislang nicht erreichter, exakt gesteuerter Lichtverteilung außergewöhnlich hell aus, ohne andere Verkehrsteilnehmer zu blenden. Denn diese Rasterung erlaubt es, die Lichtverteilung des rechten und des linken Scheinwerfers unabhängig voneinander zu steuern und mit hoher Dynamik an das Verkehrsgeschehen anzupassen. Sämtliche Funktionen des Intelligent Light Systems im Abblend- und Fernlichtbetrieb lassen sich zudem erstmals rein digital und ohne mechanische Aktorik darstellen, darunter ist als Weltneuheit auch das dynamische Kurvenlicht erstmals rein elektronisch umgesetzt.

Digitaler Fahrzeugschlüssel: Dieses System nutzt die Technik der Near Field Communication (NFC) und ermöglicht es, das eigene Smartphone als Fahrzeugschlüssel zum Öffnen, Schließen und Starten zu nutzen.

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