Historie (I): Die Entwicklung der Sicherheitstechnik: Wegweisende Sicherheitsinnovationen

30.11.2016
Sindelfingen

Mercedes-Benz ist der Pionier der automobilen Sicherheit. Keine andere Automobilmarke forscht so intensiv auf diesem Gebiet und hat so viele entscheidende Innovationen auf den Markt gebracht. Seit der Erfindung des Autos im Jahr 1886 haben Mercedes-Benz und die Vorgängermarken die Entwicklung der Passiven und Aktiven Sicherheit nachhaltig geprägt und dabei immer wieder Maßstäbe gesetzt.

1900 Wilhelm Maybach entwickelt den Mercedes 35 PS als Fahrzeug mit vorbildlicher Fahrsicherheit. Dazu tragen der lange Radstand, der tiefe Schwerpunkt, der mit dem Rahmen verschraubte Motor und die breite Spur bei.

1921 Der Mercedes 28/95 PS erhält Vorderradbremsen. Die anderen Pkw-Modelle der DMG (Daimler Motoren Gesellschaft) und der Firma Benz & Cie. folgen 1923/24.

1931 Der Mercedes-Benz 170 (W 15) ist das erste Serienautomobil mit hydraulischer Bremsanlage und Einzelradaufhängung an Schwingachsen vorn und hinten.

1941 Patent Nr. 742 977 vom 23. Februar 1941 auf den von Béla Barényi entwickelten Plattformrahmen.

1945 Béla Barényi entwickelt in diesem und den folgenden Jahren die Fahrzeugstudien „Concadoro“ und „Terracruiser“ . Beide Studien zählen zu den wichtigsten Arbeiten im Vorfeld der Sicherheitskarosserie in Zellenbauweise.

1949 Patent Nr. 827 905 vom 23. April 1949 auf das Sicherheitszapfentürschloss.

1952 Patent Nr. 854 157 vom 28. Februar 1952 auf die Sicherheitskarosserie mit gestaltfester Mittelzelle und Knautschzonen. 1959 in der Mercedes-Benz Baureihe W 111 in der Serie verwirklicht.

1954 Eingelenkpendelachse mit tief liegendem Drehpunkt im Mercedes-Benz 220 a der Baureihe W 180.

1958 Patent Nr. 1 089 664 vom 2. Juli 1958 auf das Keilzapfen-Türschloss. Markteinführung als Serienausstattung 1959 in den Heckflossen-Modellen.

1959 Beginn der systematischen Unfallversuche mit Crashtests und (Dummys).

1959 Debüt der Mercedes-Benz Baureihe W 111 („ Heckflosse“) mit Sicherheitskarosserie, entschärftem Innenraum und Keilzapfen-Türschloss.

1961 Sukzessive Einführung von Scheibenbremsen und Zweikreis-Bremsanlagen in der Pkw-Modellpalette.

1966 Hans Scherenberg und Béla Barényi formulieren die bis zur Einführung von PRE-SAFE® gültige Aufteilung in Aktive und Passive Sicherheit.

1967 Sicherheitslenkung mit Teleskoplenksäule und Pralltopf im gesamten Mercedes-Benz Pkw-Programm.

1971 Im Mercedes-Benz SL der Baureihe 107 hat ein ganzes Maßnahmenpaket zur Aktiven und Passiven Sicherheit Premiere: kollisionsgeschützter Kraftstofftank über der Hinterachse, stark gepolstertes Armaturenbrett, deformierbare oder versenkt angeordnete Schalter und Hebel, Vierspeichen-Sicherheitslenkrad mit Pralltopf und breiter Polsterplatte, neu entwickelte Windleitprofile an den A-Säulen, großflächige Heckleuchten mit geripptem Oberflächenprofil für eine weitgehende Unempfindlichkeit gegen Verschmutzung.

1976 In der Mercedes-Benz Baureihe W 123 kommt Béla Barényis 1963 patentierte „Sicherheitslenkwelle für Kraftfahrzeuge“ mit der als Wellrohr ausgebildeten Lenksäule erstmals zum Einsatz.

1978 Das Anti-Blockier-System ABS der zweiten Generation debütiert in der S‑Klasse W 116. Eine erste, noch nicht serienreife Version stellt Mercedes-Benz bereits 1970 vor. Von 1980 an ist ABS dann in allen Modellreihen vorhanden.

1979 Die Mercedes-Benz S-Klasse der Baureihe W 126 berücksichtigt mit der Gabelträgerstruktur des Vorderwagens den asymmetrischen Frontalaufprall.

1981 Erstmals Fahrerairbag in der S-Klasse. Mercedes-Benz forscht seit 1968 an diesem zusätzlichen Rückhaltesystem. Von 1982 an ist der Fahrer-Airbag in allen Modellen zu haben, 1987 folgt der Beifahrer-Airbag, 1995 der Sidebag.

1982 Raumlenker-Hinterachse im Mercedes-Benz 190 (W 201).

1989 Die neuen SL-Roadster (R 129) debütieren mit einem sitzintegrierten Gurtsystem und einem bei drohendem Überschlag automatisch ausfahrenden Überrollbügel.

1995 Regensensor und Xenonlicht in der Mercedes-Benz E-Klasse der Baureihe 210.

1995 Serieneinführung des Elektronischen Stabilitäts-Programms ESP® im S‑Klasse Coupé der Baureihe 140.

1996 Mercedes-Benz führt den Bremsassistenten BAS als Weltneuheit in die Serie ein.

1997 Der Sandwichboden in der A-Klasse der Baureihe W 168 lässt bei einem Frontalcrash den Motor unter die Passagierzelle gleiten.

1998 Der Windowbag hat als Sonderausstattung in der Mercedes-Benz S-Klasse Premiere.

1999 Premiere des Abstandsregeltempomaten DISTRONIC.

1999 Das Aktive Fahrwerk ABC (Active Body Control) hat im CL-Coupé der Baureihe C 215 Serienpremiere.

1999 Bi-Xenon-Scheinwerfer als Serienausstattung im CL-Coupé der Baureihe 215.

2001 Head-Thorax-Sidebags in den SL-Roadstern von Mercedes-Benz.

2002 Vorbeugendes Insassenschutzsystem PRE-SAFE® in der Mercedes-Benz S‑Klasse, danach sukzessive auch in den anderen Baureihen.

2003 Aktives Kurvenlicht mit Bi-Xenon-Scheinwerfern (E-Klasse Baureihe 211).

2005 Das Integrale Sicherheitskonzept von Mercedes-Benz verbindet die verschiedenen Systeme der Aktiven und Passiven Sicherheit.

2005 Mercedes-Benz stellt in der S-Klasse der Baureihe W 221 verschiedene Sicherheitssysteme vor, beispielsweise die DISTRONIC PLUS, den Bremsassistenten BAS PLUS und den Nachtsicht-Assistenten.

2006 Das Intelligent Light System sorgt für eine perfekte Lichtverteilung auf der Fahrbahn entsprechend der Fahrsituation (in der E-Klasse der Baureihe 211).

2006 Premiere der PRE-SAFE®-Bremse als Sonderausstattung im CL-Coupé der Baureihe 216.

2007 Premiere des Totwinkel-Assistenten als Sonderausstattung in der S-Klasse und der CL-Klasse.

2009 Premiere des Aufmerksamkeits-Assistenten ATTENTION ASSIST in der Mercedes-Benz E-Klasse der Baureihe 212.

2009 In der überarbeiteten Mercedes-Benz S-Klasse der Baureihe 221 debütiert die Seitenwindstabilisierung als zusätzliche Funktion der Active Body Control (ABC). Außerdem hat das Bremssystem Torque Vectoring Brake seine Serienpremiere.

2010 Weltpremiere für den Aktiven Totwinkel- und den Aktiven Spurhalte-Assistenten in der CL-Klasse (C 216) und S-Klasse (W 221).

2011 In der B-Klasse Einführung des radarbasierten Assistenzsystems COLLISION PREVENTION ASSIST (serienmäßig).

2013 Neue und um wesentliche Funktionen erweiterte Assistenzsysteme (DISTRONIC PLUS mit Lenk-Assistent und Stop&Go Pilot, Bremsassistent BAS PLUS mit Kreuzungs-Assistent, Aktiver Spurhalte-Assistent, Adaptiver Fernlicht-Assistent Plus, Nachtsicht-Assistent Plus, ATTENTION ASSIST) in der S‑Klasse. Neue PRE-SAFE® Funktionen (PRE-SAFE® Bremse, PRE-SAFE® PLUS, PRE-SAFE® Impuls), verbesserter Schutz im Fond (Gurtschlossbringer mit integrierter PRE-SAFE® Funktion, Beltbag).

2013 Mercedes-Benz bringt Car-to-X-Kommunikation auf die Straße.

2014 Der QR-Code-Aufkleber, der Rettungskräften einen Direktzugriff auf die fahrzeugspezifische Rettungskarte ermöglicht, ist auch für ältere Mercedes-Benz Modelle nachrüstbar.

2014 MULTIBEAM-LED Scheinwerfer im CLS

2016 Die E-Klasse bietet neue und weiterentwickelte Sicherheitssysteme. Dazu gehören DRIVE PILOT (teil-automatisiertes Fahren bis 210 km/h), Ausweich-Lenk-Assistent (unterstützt den Fahrer bei Ausweichmanövern), PRE-SAFE® Sound (kann die Ohren auf Unfallgeräusche vorbereiten), PRE-SAFE® Impuls Seite (gibt dem Fahrer oder Beifahrer bereits vor dem Crash einen leichten seitlichen Impuls und bewegt ihn dadurch weg von der Gefahrenzone). Der Beltbag im Fond ist erstmals in einer Volumenbaureihe erhältlich.

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