Der permanente Allradantrieb 4MATIC: Mehr Traktion bei hoher Effizienz

23.06.2014
Der 4MATIC-Antriebsstrang von Mercedes-Benz gehört zu den leistungsfähigsten Allradantrieben; die Regelsysteme gelten als wegweisend. Durch die kompakte, leichte und reibleistungsoptimierte Grundkonzeption mit längsliegendem Motor und verblocktem Haupt- und Verteilergetriebe ergeben sich Vorteile gegenüber anderen Systemen. So liegt der Kraftstoffverbrauch auf dem Niveau eines vergleichbaren, konventionell angetriebenen Fahrzeugs.
Die Grundverteilung des Antriebsmomentes von 45 zu 55 Prozent zwischen Vorder- und Hinterachse sorgt in Kooperation mit den Fahrdynamikregelungen ESP®, ASR und 4ETS für ein souveränes und eindeutig berechenbares Fahrverhalten. Bei der Abstimmung der Regelsysteme haben die Ingenieure des Mercedes-Benz Technology Centers besonderen Wert auf ein definiert untersteuerndes Eigenlenkverhalten gelegt. Diese Auslegung zeigt sich auch unter den verschiedensten Fahrbahnbedingungen, sei es auf trockener Straße, bei Regen, Schnee, Eis oder auf unbefestigten Pisten.
Am Zentraldifferenzial ist eine Zweischeiben-Lamellenkupplung angebracht, die eine Grundsperrwirkung von etwa 50 Nm zwischen Vorder- und Hinterachse erzeugt. Das Lamellenpaket ist über eine Tellerfeder permanent vorgespannt. Bei durchdrehenden Rädern an einer der beiden Achsen wird durch Relativbewegung der Lamellen ein Reibmoment zur langsamer drehenden Achse übertragen. Durch dieses Prinzip der variablen Momentverschiebung werden Traktion und Fahrstabilität des Fahrzeugs nachhaltig verbessert. Besonders bei niedrigen Reibwerten zwischen Reifen und Fahrbahn ist die Traktions- und Stabilisierungswirkung dieser so genannten Pre-Lock-Kupplung deutlich spürbar.
Eine Besonderheit des 4MATIC-Allradantriebs ist die äußerst kompakte Bauform des Verteilergetriebes und des seitlichen Abtriebs zur Vorderachse. Das hintere Kreuzgelenk der Kardanwelle zur Vorderachse wurde in das Abtriebszahnrad des Verteilergetriebes integriert, wodurch sich der seitliche Platzbedarf des Getriebes stark verringert. Neben den damit verbundenen Gewichts- und Verbrauchsvorteilen kann der Getriebetunnel sehr schmal gehalten werden. Dadurch wird die Beinfreiheit im Fahrzeuginnenraum gegenüber den Fahrzeugen mit Hinterradantrieb nicht verändert. Die kompakte Bauform erhöht auch die Biegeeigenfrequenz des Motor-/ Getriebeverbandes, was sich positiv auf das NVH-Verhalten und den Geräuschkomfort auswirkt.
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