Car-to-X Kommunikation: Den eigenen Horizont erweitern

13.07.2015
Moderne Autos können mit Radar-, Kamera- und Ultraschallsensorik ihre Umgebung erfassen, um die Ecke blicken können sie allerdings nicht. Hier hilft die Car-to-X Technologie, die Informationen mithilfe intelligenter Kommunikationssysteme an andere Fahrzeuge in größerer Entfernung weitergeben kann und so beispielsweise frühzeitig vor gefährlichen Situationen warnt.
Eine Unfallstelle hinter der nächsten Kurve? Ein Einsatzfahrzeug in 500 Meter Entfernung? Ein plötzlicher Stau an einer Tagesbaustelle? Diese bösen Überraschungen verlieren ihren Schrecken, wenn der herannahende Autofahrer aktuell, rechtzeitig und punktgenau gewarnt wird. Dafür können künftig andere Fahrzeuge sorgen, wenn sie andere Verkehrsteilnehmer automatisch warnen, nachdem sie eine Gefahr registriert haben. Das ist das Prinzip der Car-to-X Kommunikation, die Mercedes-Benz initiiert hat und als erster Automobilhersteller der Welt in Serienfahrzeuge bringt.
Die Car-to-X Technologie erweitert die bisherige Reichweite der Fahrzeugsensorik, wie beispielsweise Radar- oder Kamerasysteme, deutlich. Sie ermöglicht, im Fahrzeug automatisch detektierte oder manuell vom Fahrer gemeldete Gefahrensituationen an andere Fahrzeuge zu übermitteln und erlaubt damit sozusagen einen Blick um die Ecke oder durch Hindernisse hindurch. Dadurch können Informationen über potenzielle Gefahren im Straßenverkehr frühzeitig an die Fahrer weitergegeben werden, sodass sich diese darauf einstellen und kritische Situationen gar nicht erst entstehen können – etwa durch sich plötzlich ändernde Wettersituationen oder am Straßenrand stehende Pannenfahrzeuge.
Jedes Fahrzeug mit Car-to-X Technologie kann nicht nur Gefahrenmeldungen empfangen, sondern auch an andere Verkehrsteilnehmer senden. Aufgrund der nahtlosen Integration des Car-to-X Systems in die Fahrzeugsysteme können Mercedes-Benz Pkw verschiedene Gefahrenquellen, wie beispielsweise eine Panne oder Starkregen automatisch erkennen. Eine Aktivität des Fahrers ist nicht notwendig.
Mercedes-Benz nutzt für die Car-to-X Kommunikation die im Fahrzeug integrierte Mobilfunktechnologie, da sie aufgrund ihrer großen Verbreitung die schnellstmögliche Erschließung des großen Potenzials der Car-to-X Technologie ermöglicht. Die Daten werden im Daimler Vehicle Backend aggregiert, plausibilisiert und an andere ausgestattete Fahrzeuge im relevanten Umfeld weitergeleitet.
Das System ist dafür ausgelegt, Informationen von sich nähernden Einsatzfahrzeugen, beispielsweise von Polizei oder Feuerwehr zu empfangen, wenn in Zukunft entsprechende Daten von den jeweiligen Betreibern zur Verfügung gestellt werden. Das gefährliche Überhören einer Sirene könnte damit der Vergangenheit angehören.
Ebenso befindet sich die Einbindung von anderen Datenquellen in Vorbereitung.
Car-to-X Kommunikation arbeitet im Hintergrund und lenkt den Fahrer nicht vom Verkehrsgeschehen ab, sondern informiert ihn aktuell und punktgenau in sicherheitsrelevanten Situationen. Damit integriert sich die Car-to-X Technologie nahtlos in die „Mercedes-Benz Intelligent Drive“ Strategie.
Mit der Einführung der Car-to-X Technologie in Serienfahrzeuge als erster Hersteller der Welt belegt Mercedes-Benz erneut seine Rolle als Sicherheitspionier und zeigt, dass seine Ingenieure konsequent daran arbeiten, Innovationen zum Nutzen sowohl der Kunden als auch anderer Verkehrsteilnehmer auf die Straße zu bringen.
Die neue E-Klasse - Intelligenz und Sicherheit: Car-to-X Kommunikation (englische Version)
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Die neue E-Klasse - Intelligenz und Sicherheit: Car-to-X Kommunikation
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