EQA spezifisches Schutzkonzept und umfangreiche Crashtests

20.01.2021
Stuttgart

Ein echter Mercedes: Dieses Prädikat gilt für den EQA auch beim Insassen- und Partnerschutz. Selbstverständlich musste er die umfangreiche Sicherheitsentwicklung und das gewohnt umfangreiche Crashtestprogramm der Marke absolvieren. Und für ein Elektroauto sind die internen Anforderungen noch strenger: Für die Batterie und für alle Bauteile, die Strom führen, gelten strenge Sicherheitsvorgaben, die in vielen Fällen über die gesetzlichen Bestimmungen hinausgehen.

Aufbauend auf der soliden Rohbaustruktur des GLA wurde die Karosserie des EQA auf die besonderen Erfordernisse eines Elektroautos angepasst. Während die Seitenwände identisch sind, wurde der Hauptboden geändert, damit die Batterie untergebracht werden konnte. Die Batterie sitzt in einem Rahmen aus Strangpressprofilen. Dieser übernimmt Strukturaufgaben, die bislang die Querträger im Boden hatten. Im vorderen Bereich der Batterie kann ein sogenanntes Batterieschutzschild den Energiespeicher vor dem Eindringen von Fremdkörpern bewahren. Von Vorteil ist ebenso die Bodenfreiheit von über 200 Millimetern. Nicht die Batterie ist tiefster Punkt des Fahrzeugs, sondern die Seitenschweller.

Weil der EQA schwerer als ein GLA ist, muss im Crashfall mehr Energie umgesetzt werden. Die Trägerstrukturen an Front und Heck wurden über höhere Materialdicken bedarfsgerecht angepasst.

Die Unfallsicherheit des EQA wurde im Mercedes-Benz Technologiezentrum Fahrzeugsicherheit (TFS) validiert. In diesem modernen Crashtestzentrum wurden auch Prototypen mit großen Elektrobatterien unter harten Crashbedingungen getestet. Auch die Black-Panel-Front wurde in puncto Bruchverhalten getestet, um den Anforderungen an den Fußgängerschutz zu genügen.

Bei der unfallrelevanten Fahrzeugauslegung wurden neben den gesetzlichen Vorgaben zusätzlich interne Prüfanforderungen und Prüfkriterien berücksichtigt, die sich aus dem realen Unfallgeschehen ableiten lassen. Ein Beispiel dafür ist der sogenannte Dachfalltest. Damit überprüft Mercedes-Benz die Dachsteifigkeit, die z.B. bei einem Überschlagunfall wichtig ist. Beim Dachfalltest fällt die Karosserie aus 50 Zentimeter Höhe in leichter Schräglage auf die Dachstruktur, sodass anfangs nur eine der beiden A-Säulen belastet wird.

Im Entwicklungszentrum wurden einzelne Aspekte der Unfallsicherheit in Komponentenprüfungen der Batterie getestet. Zu den Prüfkriterien zählte unter anderem das Batterieverhalten bei Stoßbelastung und beim Eindringen von Fremdkörpern. Beim sogenannten Stempeltest wird beispielsweise mit einem 50 mal 50 Millimeter großen Prüfkörper getestet, was z.B. eine auf der Straße liegende Anhängekupplung am Unterboden anrichten kann. Simuliert wurden ferner Überhitzung und Überladung der Batterie.

Sicherheitskonzept für das Hochvolt-System: automatische Abschaltung im Crashfall möglich

Die umfangreichen Erfahrungen von Mercedes-Benz mit Antrieben im Hochvolt-Bereich haben zu einem mehrstufigen Sicherheitskonzept geführt. Das Hochvolt-System kann bei einem Crash je nach Unfallschwere reversibel oder irreversibel abgeschaltet werden. Zum umfassenden Sicherheitskonzept gehört auch, dass der Ladevorgang automatisch abgeschaltet wird, wenn im Stand während des Schnellladens (DC-Laden) ein Aufprall erkannt wird.

Zusätzlich zum autark arbeitenden Überwachungssystem ist der EQA mit einer speziellen Trennstelle ausgerüstet, über die Rettungskräfte das Hochvolt-System abschalten können.

Rückhaltesysteme: Partner der Sicherheitskarosserie

Das wichtigste Rückhaltesystem ist der Sicherheitsgurt. Fahrer und Beifahrer verfügen über Dreipunkt-Sicherheitsgurte mit pyrotechnischen Gurtstraffern und Gurtkraftbegrenzung. In Verbindung mit dem PRE-SAFE® System (Sonderausstattung) sind die Frontsitzplätze darüber hinaus mit elektrisch reversiblen Gurtaufrollstraffern ausgestattet. Die Fondsitze an den beiden äußeren Plätzen verfügen jeweils über einen Dreipunktgurt mit Aufrollstraffer und Gurtkraftbegrenzung. Der mittlere Gurt in Reihe Zwei ist ein Standard Dreipunkt-Automatikgurt.

Der neue EQA ist serienmäßig mit Fahrer- und Beifahrer-Airbag, Fahrer-Knieairbag und Windowbags ausgestattet. Die Windowbags decken die erste und zweite Sitzreihe ab. Sie reichen sehr weit nach vorne an die A-Säule und bieten auf diese Weise ein besonders hohes Schutzpotenzial. Thorax-Pelvis-Sidebags sind vorne ebenfalls serienmäßig und in der zweiten Reihe als Sonderausstattung erhältlich.

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