Mehr Reichweite durch weniger Luftwiderstand

20.01.2021
Stuttgart

Die Aerodynamik-Entwicklung des EQA fand in großem Umfang digital statt. Abschließende Messungen im Windkanal bestätigten die hohe Qualität der numerischen Simulation. Mit einem cw-Wert ab 0,28 erreicht der EQA den sehr guten Wert des GLA, obwohl das Basismodell auf größeren 18-Zoll-Rädern steht. Die Stirnfläche A beträgt 2,47 m2.

Der EQA baut auf der sehr guten aerodynamischen Basis des GLA auf. Unter anderem aufgrund der neuen Stoßfänger und einem daraus resultierenden anderen Diffusorwinkel war ein neues aerodynamisches Set-up nötig. Die Ablösungen der Luftströmung an den Vorderrädern werden durch die Formgebung des Stoßfängers und die Auslegung der speziell für den EQA entwickelten Radspoiler mit keilförmigen Anlaufkörpern reduziert.

Auch die Verkleidung des Unterbodens ist neu. Als Elektrofahrzeug kommt der EQA ohne Getriebetunnel, Abgasanlage und Tank aus und besitzt dafür eine glattflächige Batterie. Die Unterströmung wird möglichst verlustfrei von der Frontschürze über die Motorraumverkleidung und drei Hauptbodenverkleidungen auf die ebenfalls verkleidete Hinterachse und die Diffusor-Verkleidung geleitet. Auch Details wurde viel Aufmerksamkeit geschenkt: So liegen die Rippen, die der Stabilität der Unterbodenverkleidung dienen, alle in Längsrichtung.

Elektroautospezifisch wurde ebenso die Kühlluftöffnung konzipiert: Da der EQA weniger Kühlung benötigt als ein Auto mit Verbrennungsmotor, konnte der obere Bereich der Kühlluftöffnung komplett geschlossen werden. Im unteren Bereich sitzt eine regelbare Kühlerjalousie.

Die aerodynamischen Maßnahmen in der Übersicht:

  • Strömungsgünstige Gestaltung der Front- und Heckschürze 
  • Radspoiler mit keilförmigem Anlaufkörper vorne, Radspoiler hinten 
  • Kühlluftregelsystem im unteren Bereich der Bugschürze, glattflächig geschlossene obere Kühlluftöffnung 
  • Verbesserte Kühlerumfeldabdichtung zur effizienten Nutzung der Kühlluft 
  • Scheinwerferumfeldabdichtung 
  • Aerodynamisch und aeroakustisch optimierte Außenspiegel 
  • Großer Dachspoiler, Seitenspoiler und Abrisskanten in den Heckleuchten 
  • Optimiertes Unterbodenverkleidungskonzept mit großflächigen Verkleidungen für Motorraum, Hauptboden, Hinterachse, Diffusor sowie Federlenker
  • Aerodynamisch optimierte Räder (viele geschlossene Flächen, keine zu starke Schüsselung, Öffnungen im inneren Bereich) und Reifen für alle Radgrößen.
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